Presse­mel­dungen des fmks

Hier finden Sie Presse­mit­tei­lungen des fmks.

 

21.07.2021 Presse­meldung zu: Trauer um Prof. Dr. Henning Wode und Neuwahl von zwei fmks-Vorstands­mit­gliedern, pdf

  • fmks trauert um Prof. Dr. Henning Wode, Pionier des „Sprachbads Immersion“ und Mitbegründer des fmks
  • fmks wählt zwei neue fmks-Vorstandsmitglieder und baut seine Kompetenzbereiche Kita-Praxis und Herkunftssprachen weiter aus

Der fmks trauert um sein Gründungs- und Vorstands­mitglied Prof. Dr. Henning Wode, der am 28.05.2021 im Alter von 84 Jahren in Heikendorf in Schleswig-Holstein starb. Auf seine Initiative wurde vor 21 Jahren der fmks /Verein für frühe Mehrspra­chigkeit an Kitas und Schulen in Kiel gegründet.

Henning Wode, Englisches Seminar der Universität Kiel, gilt als Pionier des „Sprachbad Immersion" in Deutschland. 1996 hat er die deutsch-englische bilinguale Ausrichtung im AWO-Kinder­garten in Altenholz bei Kiel initiiert und mit seinem Team wissen­schaftlich begleitet. „Sprachbad Immersion" heißt, dass eine pädago­gische Fachkraft Englisch und eine Deutsch spricht. Unter seiner Ägide folgte 1999 der bundesweit erste deutsch-englisch bilinguale Zweig an einer staatlichen Grundschule, der Claus-Rixen-Schule in Altenholz. Der Unterricht wird in englischer Sprache erteilt, mit Ausnahme des Fachs Deutsch. Beide Einrich­tungen existieren heute noch und haben als Leuchtturm über Schleswig-Holstein hinaus gewirkt.

Wichtig war für Henning Wode, dass möglichst viele Kinder vom erfolg­reichen „Sprachbad Immersion“ profitieren, gleich welcher Herkunft und gleich welcher Sprache. Mit wissen­schaftlich fundierten Argumenten kämpfte er als Vorreiter des modernen Fremdspra­chen­erwerbs gegen hergebrachte Ansichten und verbreitete Vorbehalte. Der Bildungs­ver­waltung zeigte er auf, wie der Anspruch der EU auf solide Dreispra­chigkeit erfüllt werden könnte. Er warb für die Chancen von Kindern, mehrsprachig sein zu dürfen oder zu werden, und zeigte die vielen, sich eröffnenden, Perspektiven auf.

 

Am 07. Juni 2021 hat der fmks auf seiner Mitglie­der­ver­sammlung Ilka Maserkopf, Hannover, als 2. stellver­tretende Vorsitzende und Dr. Reyhan Kuyumcu, Kiel, als Vorstands­mitglied neu gewählt.

Ilka Maserkopf ist als Sozial­päd­agogin, Erzieherin und frühere Leiterin einer bilingualen Kita tief in der Praxis von zwei- und mehrspra­chigen Kitas verwurzelt. Sie arbeitet als Fachbe­raterin für Tagesein­rich­tungen und Tagespflege für Kinder des Paritä­tischen Wohlfahrts­verbands Nieder­sachsen e.V.. „Mein Motto ist: Erleben und erfahren, dass Mehrspra­chigkeit und Vielfalt eine Bereicherung für alle Kinder und unser Leben sind!“

Dr. Reyhan Kuyumcu, Sprach­wis­sen­schaftlerin und Dozentin an der Universität Kiel, legt ihre Schwer­punkte auf die zweisprachige Erziehung in der Kita mit migrati­ons­be­dingten Partner­sprachen, auf den ein- und mehrspra­chigen Sprach­erwerb und den Herkunfts­pra­chen­un­terricht. Sie hat Kitas in Essen, Dortmund, Lübeck und Kiel auf dem Weg zu bilingualen deutsch-türkischen und deutsch-russischen Gruppen/Kitas begleitet. „Ich wünsche mir, dass jede Sprache in unserer Gesell­schaft einen hohen Stellenwert hat und alle Kinder die Möglichkeit haben, mit mehreren Sprachen aufzuwachsen.“

Weiter im Vorstand bleiben Dr. Annette Lommel, Vorsitzende, Kiel, Uta Fischer, stellver­tretende Vorsitzende, Altenholz, Christian Keitel, Schatz­meister, Kiel, und Dr. Anja Steinlen, Schrift­führerin, Göttingen.

 

04.06.2021 Presse­meldung zu: QITA-Buch und neues QITA-Toolkit zur Vermittlung von Mehrspra­chigkeit in Kitas, pdf

  • QITA-Buch: „QITA Qualität in zwei- und mehrsprachigen Kindertageseinrichtungen. Kriterienhandbuch für den Bereich Sprache und Mehrsprachigkeit“
  • QITA-Toolkit: „QITA-Wissens- und Methodenkarten“

Der Verein für frühe Mehrspra­chigkeit an Kinder­ta­ges­ein­rich­tungen und Schulen (fmks e. V.) hat am 4. Juni 2021 sein neues Angebot für zwei- und mehrsprachige Kinder­ta­ges­ein­rich­tungen vorgestellt.

QITA richtet sich an alle Kitas mit Kindern, die zuhause eine andere Sprache als Deutsch sprechen, und an Kitas mit einem Konzept für Zwei- und Mehrspra­chigkeit. Zielgruppe sind die pädago­gischen Fachkräfte, Kita-Leitungen, Träger und Eltern in diesen Einrich­tungen.

Das QITA-Toolkit baut auf dem Wissens­speicher des QITA-Buchs auf. Es enthält 30 Grundlagen-, Wissens- und Methoden­karten. Sie vermitteln prägnant und übersichtlich wesentliche Inhalte des QITA-Buchs und bilden Wissen zu Sprach­er­werbs­pro­zessen und methodische Handlungs­emp­feh­lungen ab. Im Mittelpunkt steht die Qualität der sprach­päd­ago­gischen Arbeit im Kita-Alltag.

Das QITA-Toolkit kann individuell oder im Team eingesetzt werden. Die pädago­gische Fachkraft kann anhand der gelisteten Kriterien ihre persön­lichen Stärken und Schwächen erkennen und ihre künftige Arbeit daran ausrichten. Im Kita-Team dient das QITA-Toolkit der Qualitäts-entwicklung für den Bereich Sprache und Mehrspra­chigkeit. Es ist trägerun­ab­hängig einsetzbar.

QITA wurde durch die Robert Bosch Stiftung gefördert. Das QITA-Buch entstand mit Expert*innen des fmks und fünf unterschiedlich mehrspra­chigen Kinder­ta­ges­stätten. Die QITA-Toolkit-Karten wurden in Zusammen­arbeit von fmks und Studie­renden der Hochschule der Medien in Stuttgart entwickelt.

QITA-Buch (2019) Nadine Kolb und Uta Fischer – unter Mitarbeit von Eva Hammes-Di Bernardo, Annette Lommel, Ilka Maserkopf und Andreas Rohde (2019). QITA – Qualität in zwei- und mehrspra­chigen Kinder­ta­ges­ein­rich­tungen. Kriteri­en­handbuch für den Bereich Sprache und Mehrspra­chigkeit. Kiel: fmks; Hildesheim: Univer­si­täts­verlag Hildesheim. ISBN 978-3-96424-010-1. Elektro­nische Publikation (Open Access) unter: http://dx.doi.org/10.18442/qita

Gedruckt erhältlich beim fmks gegen Versand­kosten https://www.fmks.eu/shop/qita-kriteri­en­handbuch-f%C3%BCr-den-bereich-sprache-und-mehrspra­chigkeit.html

QITA-Buch-Cover

QITA-Toolkit-Karten-Cover

 

 

Der fmks in der Presse

Mit freund­licher Genehmigung der Kieler Nachrichten, 09.07.2021: "Mehrspra­chigkeit ist kinder­leicht. AWO-Kita in Altenholz kann jetzt mit prägnanten Karten die sprach­päd­ago­gische Arbeit fördern (PDF)

Foto: Kerstin von Schmidt-Phiseldeck

Prägnante Methoden­karten sollen in der bilingualen AWO-Kita in Altenholz bei Sprach­erwerb helfen. Uta Fischer (links) und Annette Lommel (rechts) spendeten Einrich­tungs­leiterin Anke Lilienthal-Schmiedel ein Kartenset.

 

Stimmen zur Mehrspra­chigkeit

Senden Sie uns Ihre Stimme  an fmks@fmks.eu

Der fmks bedankt sich für folgende Zuschrift einer Afrikanerin:

"Children are programmed to assimilate as much of language as possible. It does not matter how many! The more the child is exposed to various languages, the more the child learns.
Having grown up in a country with 41 different languages, it was automatic to learn and also to function in as many as possible! This depended very much on my neighbors and the languages they spoke.
I cannot tell you of a day in my childhood that I remember being stressed out because I had to learn to speak, listen, understand or even read in a language. It came so natural to my peers and I.
When we visited our friends to play, we communicated in Swahili which happens to be the regional language in East Africa, we talked to the parents in their particular language and in school we learnt all in English. As a child I learnt as many languages as I had friends.
Today I speak and interchange languages without even thinking about it. Bilingual is the way to go. Utilizing the language learning window in young children, pays out in the long run! It prepares them for the whole world; it helps children develop respect and understanding of other cultures. It is only when we give our children this edge that we will truly become the United Nations. (And this is in my view, is only one advantage. There are many more).
Having worked for over 15 years in the interna­tional early childhood sector and having observed as well as experienced how fast children learn language,syntax grammar usage with so much ease, I feel bilingual education should not be a previledge but a right for every child.
The world is becoming a village and I believe we should prepare the future generations for it. Children have no prejudice, they are taught.
I applaud the effort by fmks to promote bilingual education In Germany."

 

Kontakt
Verein für frühe Mehrspra­chigkeit an
Kinder­ta­ges­ein­rich­tungen
und Schulen fmks e. V.

Steenbeker Weg 81
24106 Kiel
+49 431 389 04 79
fmks@fmks.eu