Was ist DaZ – Deutsch als Zweitsprache

Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bedeutet die Aneignung des Deutschen ab dem etwa dritten Lebensjahr im Zielland selbst, das heißt dort, wo Deutsch Amt- und Verkehrs­sprache ist. Die Sprache wird im sozialen Kontext und im Austausch in natürlichen Situationen erworben. Mit natürlichen Situationen ist gemeint, dass das Üben von Grammatik in den Hintergrund tritt, anders als bei etwa Schulsprachen zum Beispiel durch Drillen. Außerdem liegt die Betonung auf „erworben“ (und nicht auf „lernen“). Die Aneignung findet also nebenbei/implizit/unbewusst statt, wie bei Kleinkindern, die sich in realen Lebens­si­tua­tionen ihre Erstsprache(n) aneignen.

Eine scharfe Abgrenzung zwischen DaF (siehe Deutsch als Fremdsprache) und DaZ ist schwierig. Beide Aneignungs- und Unterrichts­prozesse beinhalten Elemente von dem anderen. Im DaF-Unterricht gibt es Momente, in denen Lernende unbewusst gramma­ti­ka­lische Strukturen oder Wörter nicht gezielt lernen, sondern nebenbei. Im DaZ-Unterricht gibt es viele Situationen, in denen Lernende Regeln lernen und gramma­ti­ka­lische Strukturen erklärt bekommen.

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