Verschlimmert Bilingualität das Stottern?

Es gibt leider immer noch zuwenig Forschung und auch unterschiedliche Ergebnisse, aber eines ist klar:
Bilingualismus führt nicht zum Stottern und umgekehrt.

Einige vereinzelte Studien haben jedoch darauf hingewiesen, dass es bei zweisprachigen Kindern länger dauern mag, bis sich das Stottern reduziert, aber auch dies ist nicht klar. Auch, ob zweisprachige Kinder öfter stottern als einsprachige Kinder, ist nicht abschließend geklärt. Manchmal wird die Zweisprachigkeit gerne als Erklärungsgrund herangezogen, vor allem, wenn von Vornherein eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf Zweisprachgkeit besteht.

Die allermeisten Kinder stottern in beiden Sprachen - wie beim Lispeln auch. Es ist wichtig, das Kind liebevoll und stressfrei zum Sprechen anzuregen (in beiden Sprachen), um dem Kind die Scham zu nehmen. Wichtig ist auch, eine/n Logopädin/en einzuschalten, wenn die Stotterphase zu lang andauert. Diese Fachkraftr kümmert sich dann um die dominante Sprache des Kindes.

 

Das Prinzip eine Person - eine Sprache hat sich bewährt.

Eine zweisprachige Kita wird bei Kindern kein Stottern auslösen oder Stottern verschlimmern: Im Gegenteil, die sprachanregende Atmosphäre macht es dem Kind leichter, vielleicht auch in der neuen Sprache verbal tätig zu werden.

 

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Zuletzt aktualisiert am 04.10.2019 von H.C..

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